Über uns

Vorgeschichte:

Am 26. April 1986 explodierte der 4. Block des ukrainischen Atomkraftwerks in Tschernobyl – mit den uns allen bekannten Folgen. Weite Teile von Belarus (Weißrussland) wurden durch den radioaktiven Niederschlag verstrahlt. Insbesondere die Region nordöstlich von Tschernobyl bekam einen hohen Anteil des radioaktiven Regens ab. In diesem Gebiet befindet sich auch die belarussische Stadt Shlobin (Zhlobin).

Verlauf:

1994 gründete Frau Annette Bürk aus Weil am Rhein den Arbeitskreis Tschernobylkinder (AK) unter dem Dach der Evangelischen Friedensgemeinde Weil am Rhein. Ihre Nachfolge trat im Jahr 2007 Christiane Assmann, ebenfalls eine Frau der ersten Stunde, an. Im Jahr 2015 ging dann die Leitung an Harald Werner, der dem AK seit 2003 angehört, über.

Aktuell:

Zum harten Kern des AK gehören derzeit etwa 12 bis 15 Frauen und Männer, die für die Organisation, Beschaffung der Finanzen und der Durchführung des Aufenthaltes der Kinder sorgen. Unterstützt wird diese kleine Gruppe durch temporäre Helfer, die beispielsweise nur den Betten Auf- und Abbau übernehme oder sich als Fahrer für Transporte der Gruppe zur Verfügung stellen. Auch Gerhard Laux mit den Kindern der Theodor-Heuß-Realschule Lörrach ist mittlerweile ein fester Bestandteil in der Planung.

Die Gruppe aus Shlobin:

Die von uns eingeladenen Kinder und Betreuerinnen kommen aus der belarussischen Stadt Shlobin. Die Stadt zählt ca. 80.000 Einwohner, liegt im Südosten des Landes und gehört zur Region Gomel. Sie wurde durch das Abregnen der radioaktiven Wolke zur Zeit des Unglücks schwer getroffen. Jedes Jahr werden zehn Kinder, immer im Wechsel 10 Jungen oder Mädchen, von zwei Betreuerinnen ausgesucht. Als Betreuerinnen werden Lehrerinnen, die über relativ gute Deutschkenntnisse verfügen, eingeladen. Die Lehrer in Belarus verfügen über einen guten Kontakt zu den Eltern ihrer Schüler. Somit haben sie natürlich auch entsprechendes Wissen über die sozialen Verhältnisse der jeweiligen Familien.